Montag, 29. August 2016

Spaghetti in Zitronenöl mit Schinkenchips

Puh. Ist das heiß oder ist das heiß? Ich liebe den Sommer und bin richtig glücklich, dass der August gerade noch mal zeigt, dass er mehrere Tage Hochsommer am Stück kann. Aber - ihr kennt das schon - in unserer Dachgeschosswohnung wird es dann ebenfalls heiß. Zu heiß, um groß zu kochen. Und dann krame ich in meinem Rezeptefundus nach Gerichten, die ratzfatz gekocht sind. Wie diese Spaghetti in Zitronenöl mit Schinkenchips. Das Rezept habe ich in einer alten Ausgabe der "Lecker" vom Juli/August 2009 gefunden und es ist perfekt für heiße Sommertage, an denen trotzdem der Pastahunger gestillt werden muss!


Spaghetti in Zitronenöl mit Schinkenchips

























Rezept: Spaghetti in Zitronenöl mit Schinkenchips
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Zitrone
1/2 Bund glatte Petersilie
300g Spaghetti
Salz, Pfeffer
Zucker
50g Serranoschinken (oder anderer roher Schinken)
3-4 EL gutes Olivenöl
50g Parmesan (am Stück)

Zubereitung:
Knoblauch schälen und fein hacken. Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und von der Hälfte die Schale fein abreiben. Zitrone halbieren und auspressen. Rest Zitrone anderweitig verwenden. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Petersilie grob hacken.

Spaghetti in reichlich Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen.

Schinken in mundgerechte Stücke zupfen. Schinkenstücke in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. In der Pfanne das Olivenöl erhitzen und den Knoblauch und die Zitronenschale darin andünsten. Dann den Zitronensaft zugießen und aufkochen. Mit Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. 3-4 EL Nudelwasser zum Zitronenöl in die Pfanne geben, dann die Nudeln in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen.

Nudeln wieder in den Topf zurück geben und mit der Petersilie und dem Zitronenöl vermischen. Portionsweise auf tiefe Teller verteilen, mit frisch geriebenem Parmesan und den Schinkenchips bestreuen und sofort servieren.

Freitag, 26. August 2016

Nachgemacht: Selbst eingelegte Gewürzgurken

Sau|re|gur|ken|zeit, Saure-Gurken-Zeit
Substantiv [die]
Definition: Zeit im Ablauf des Jahres, in der es regelmäßig an geschäftlicher, politischer, kultureller o. ä. Aktivität fehlt, in der sich saisonbedingt auf einem bestimmten Gebiet kaum etwas ereignet.
Herkunft: Ursprünglich in der berlinischen Kaufmannssprache Bezeichnung für die Zeit des Hochsommers, in der die Gurken reifen und eingelegt werden, in der Ferien sind und der Geschäftsbetrieb nicht allzu groß ist.
Quelle: Duden
Schlussfolgerung: Jetzt ist die Zeit für selbst eingelegte Gewürzgurken! Das Rezept dafür stammt von meiner lieben Freundin Kerstin, die es auf ihrem Blog My cooking love affair schon vor zwei Jahren veröffentlicht hat. Ich habe die Gürkchen schon letztes Jahr nach ihrem gelingsicheren Rezept eingelegt, es aber nicht geschafft, die Gewürzgurken zu fotografieren - denn sie waren so gut, dass sie schneller aufgegessen waren, als ich gucken bzw. fotografieren konnte! Das passiert mir dieses Jahr nicht mehr. Hier kommt also das perfekte Rezept für die Saure-Gurken-Zeit für euch!

Rezept: Selbst eingelegte Gewürzgurken
(für 8-10 Gläser à 500ml)

Zutaten:
2kg Einmachgurken vom Wochenmarkt
650ml Weißweinessig
130g Zucker
70g Salz
4-5 Knoblauchzehen
4 gelbe Chilischoten
1 Gemüsezwiebel
1 Bund Dill (gerne mit Dillblüten)
schwarze Pfefferkörner
8-10 TL Koriandersamen
8-10 TL gelbe Senfkörner

Zubereitung:
Gläser bei 100 Grad im Backofen 20 Minuten sterilisieren, die Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser auskochen.

Essig, Zucker und Salz mit 2 Litern Wasser in einen Topf geben, aufkochen lassen, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Abkühlen lassen.

Gurken waschen und mit einer Bürste oder einem Tuch die Stacheln abreiben. Chilischoten waschen, putzen und in 2cm breite Ringe schneiden. Knoblauch schälen und halbieren. Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Dill waschen, trocken schütteln und die Blätter und Blüten von den Stielen zupfen.

Die Gurken aufrecht in die vorbereiteten, sterilisierten Gläser verteilen. Dillblätter und -blüten, Zwiebelscheiben, Chiliringe und je eine halbe Knoblauchzehe zu den Gurken ins Glas geben. In jedes Glas je 8 schwarze Pfefferkörner, 1 TL Koriandersamen und 1 TL gelbe Senfkörner hineingeben. Zum Schluss jedes Glas randvoll mit dem abgekühlten Essigsud befüllen und mit dem Twist-Off-Deckel verschließen.


In einen großen Topf unten auf den Boden ein Küchenhandtuch hineinlegen und so viele Gurkengläser darauf stellen, wie hineinpassen, ohne dass sich die Gläser berühren. Dann mit Wasser bis 2 Fingerbreit unter die Gläserdeckel auffüllen und die Gläser 30 Minuten sprudelnd im Wasserbad kochen lassen. Herd ausschalten, Gläser weitere 10 Minuten im Topf lassen. Dann die Gurkengläser herausnehmen und abtropfen lassen. Die eingelegten Gewürzgurken müssen nun noch 4 Wochen durchziehen, dann sind sie verzehrbereit! Theoretisch sind die sauren Gurken ein Jahr haltbar, doch aus eigener Erfahrung vom letzten Jahr weiß ich, dass sie schon längst vorher aufgegessen sein werden....


Mittwoch, 24. August 2016

Melonensalat mit gebackenem Schafskäse und Dill

Dieser Melonensalat mit gebackenem Schafskäse und Dill ist mal wieder so ein Fall, in dem das Foto dem tollen Geschmack des Essens leider nicht gerecht wird. Der Salat aus Wassermelone und Radicchio schmeckt in der Kombination mit dem Schafskäse-Päckchen sogar so gut, dass ich den Salat innerhalb kurzer Zeit schon zwei Mal zubereitet habe. Und das will bei mir wirklich was heißen! Leider ist mir weder das eine noch das andere Mal ein tolles Foto gelungen. Ihr müsst mir also einfach glauben, dass dieser Melonensalat nach einem Rezept aus der "essen & trinken" vom August 2016 klasse ist!


























Rezept: Melonensalat mit gebackenem Schafskäse und Dill
(für 2 Portionen)

Zutaten:
1 rote Chilischote
1 Stück Schafskäse (200g)
6 Kirschtomaten
Salz, Pfeffer
1/4 TL getrockneter Estragon
5 EL Olivenöl
1/2 kleiner Radiccion (ca. 70g)
1/4 Wassermelone (ca. 300g)
2 EL Zitronensaft
1 TL Honig
2 Stängel frischer Dill
1 TL schwarzer Sesam

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Chili waschen, putzen und längs aufschlitzen. Kerne entfernen, Chilischote fein hacken. Schafskäse halbieren. Kirschtomaten waschen und putzen.

Für zwei Päckchen mit gebackenem Schafskäse je 2 Bögen Backpapier übereinander legen. Schafskäse, Kirschtomaten und die Hälfte der gehackten Chilis auf den Bögen verteilen. Mit Estragon und jeweils wenig Salz würzen, mit je 1 EL Olivenöl beträufeln. Backpapier über dem Schafskäse zusammenfalten und die Enden zusammen drehen. Päckchen auf ein Backblech setzen und im heißen Backofen auf der unteren Schiene 15 Minuten backen.

 In der Zwischenzeit den Radicchio waschen, putzen und den Strunk entfernen. Radicchio in dünne Streifen schneiden. Wassermelone in 2-3cm große Würfel schneiden.
Zitronensaft, Honig und 3 EL Olivenöl in einer Salatschüssel zu einem Dressing verrühren. Mit Salz, Pfeffer und den restlichen gehackten Chili würzen. Radicchiostreifen und Wassermelonenwürfel untermischen.

Dill waschen, trocken schütteln und die Dillspitzen von den Stängeln zupfen. Dill und Sesam über den Salat streuen. Radicchio-Melonensalat mit den geöffneten Päckchen mit gebackenem Schafskäse servieren.

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